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Samstag 28 Februar 2026 08:45
Samstag, 28 Februar 2026, 08:45
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Der erste Samstag der Großen Fastenzeit ist dem Heiligen Teodor Thyron gewidmet, den die Bulgarische orthodoxe Kirche auch am 17. Februar ehrt. Im Volksmund ist dieser Tag auch als Todorstag bekannt.
Die Kirche erinnert daran, wie der Heilige die Pläne des byzantinischen Kaisers Julian Apostata vereitelte, sich während der Fastenzeit über die Christen lustig zu machen. Dank des Heiligen Theodor ernährten sich die Christen eine ganze Woche lang von gekochtem Getreide, und der Kaiser konnte seine Absichten nicht verwirklichen. In Gedenken an das Wunder wird Getreide gekocht, geweiht und nach der festlichen Liturgie an die Gläubigen als Segen für Gesundheit und Erlösung verteilt.
Für das Festmahl bereiten die Gastgeber ihre fleischlosen Lieblingsgerichte aus Linsen, Bohnen, getrockneten Paprikaschoten, Sauerkraut und eingelegtem Gemüse zu. Nach dem fünftägigen strengen Fasten können den Gerichten Öl und Olivenöl hinzugefügt werden. Auch ein wenig Wein ist zum Anstoßen erlaubt auf die Gesundheit derjenigen, die Namenstag haben und unter dem Schutz des Heiligen Teodor stehen.
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Im Volksglauben wird der Todorstag auch mit Pferden in Verbindung gebracht, weshalb dieser Tag auch „Pferde-Ostern“ genannt wird. In einigen Regionen des Landes flechten die Männer früh am Morgen die Schweife und Mähnen der Pferde, schmücken sie mit Blumen und Quasten und führen sie zur Tränke. Die Frauen backen Fladenbrote mit Hufeisenverzierungen und kochen Getreide, das sie in der Kirche weihen lassen.
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Das Fest endet mit dem traditionellen Pferderennen, der sogenannten Kuschija, einer lebendigen Tradition, über die Radio Bulgarien mehrmals berichtet hat.
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· Lebendige Tradition - Pferderennen zum Todorstag
· „Der Recke Todor Pferde beschlägt...“
Redaktion: Darina Grigorowa
Übersetzung: Georgetta Janewa
Gestaltet von Georgetta Janewa