Politik

Nachricht

Chinesische Botschafterin Dai Qingli:

Der Ausgang des Kriegs im Nahen Osten ist derzeit schwer vorherzusagen

Donnerstag, 12 März 2026, 14:15

Chinesische Botschafterin in Bulgarien Dai Qingli

Chinesische Botschafterin in Bulgarien Dai Qingli

FOTO Botschaft der Volksrepublik China in Bulgarien

Schriftgröße

Die Diplomatie muss eine Chance erhalten, den militärischen Konflikt im Nahen Osten zu lösen, erklärte die chinesische Botschafterin in Bulgarien, Dai Qingli, in einem Interview mit Radio Bulgarien.

Ihrer Ansicht nach mag der Einsatz von Gewalt wie eine schnelle Lösung erscheinen, doch er verursache stets noch größere Probleme.

China sei nicht nur über den schrecklichen menschlichen Preis besorgt, sondern auch über die wirtschaftlichen Folgen der Situation rund um Iran. „Wir sehen bereits einen deutlichen Anstieg der Ölpreise, aber noch wichtiger ist, dass wir immer gravierendere Folgen für die internationale Ordnung beobachten, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde“, betonte die Botschafterin. Sie fügte hinzu, dass wir Zeugen würden, wie Macht zum Recht werde und die Welt allmählich zum sogenannten „Gesetz des Dschungels“ zurückkehre.

Ein chinesischer Sondergesandter für den Nahen Osten werde bald die Region besuchen, um eine neue Runde diplomatischer Konsultationen zu starten, teilte Dai Qingli mit. Außenminister Wang Yi habe bereits mit acht seiner Kollegen aus der Region und aus Europa Gespräche geführt.

Laut der Diplomatin sei es schwer, zu beantworten, ob die Krise im Nahen Osten bis zum Besuch von Donald Trump Ende März in China gelöst werden könne. „Derzeit ist es sehr schwierig, Prognosen abzugeben, offensichtlich hängt vieles von den Entscheidungen der Vereinigten Staaten ab“, sagte Dai Qingli.



Redakteurin: Diana Zankowa 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov