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China warnt vor EU-Protektionismus – Partnerschaft mit Europa im Fokus

Botschafterin Dai Qingli: Protektionistische Tendenzen in der EU sorgen in Peking für Besorgnis

Freitag, 13 März 2026, 17:47

Dai Qingli, Botschafterin der Volksrepublik China in Bulgarien

Dai Qingli, Botschafterin der Volksrepublik China in Bulgarien

FOTO Botschafter der Volksrepublik China in Bulgarien

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Die Partnerschaft zwischen China und der Europäischen Union ist von großer Bedeutung.

Die EU ist Chinas führender Handelspartner und zentraler Partner im Modernisierungsprozess des Landes. Dies erklärte die chinesische Botschafterin in Bulgarien, Dai Qingli, in einem Interview für Radio Bulgarien, befragt nach der Entwicklung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen China und Europa in der aktuellen globalen Lage.

„Der Handel zwischen China und der EU – sowohl mit Waren als auch mit Dienstleistungen – hat mittlerweile ein Volumen von etwa einer Billion US-Dollar jährlich erreicht. Stellen Sie sich vor, wie umfangreich dieser Austausch ist. Deshalb ist der Einsatz in dieser Partnerschaft enorm, wenn sich die Beziehungen negativ entwickeln sollten“, betonte Dai Qingli.

Gleichzeitig äußerte sie Chinas Besorgnis über zunehmende protektionistische Politiken in der EU. „Natürlich respektieren wir die Autonomie der EU. Wenn die EU entscheidet, eine Politik der ‚Risikominimierung‘ im Wirtschaftsbereich zu verfolgen, ist das ihre Entscheidung. Aber wenn diese Politik gezielt China in verschiedenen Bereichen betrifft, beginnt dies, Besorgnis zu erregen. Zum Beispiel hat die EU Anti-Subventionszölle auf chinesische Elektrofahrzeuge eingeführt, obwohl es in diesem Punkt bereits Fortschritte gibt und der Dialog fortgesetzt wird“, sagte die Diplomatin.

Botschafterin Dai Qingli bezeichnete dies als „ernsthafte Herausforderung“ und hofft auf „offenen Dialog zwischen China und der EU“. Sie betonte zudem, dass auch die Politik der „Risikominimierung“ ihre eigenen Risiken birgt.


Redakteurin: Miglena Iwanowa 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov