Autor
Dessislawa Semkowska
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Dr. Petja Iliewa erinnert an fünf Bulgaren, die Amerika und die Welt veränderten
Samstag 10 Oktober 2026 15:45
Samstag, 10 Oktober 2026, 15:45
FOTO Petja Iliewa
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Porträts von fünf großen Persönlichkeiten, die in Bulgarien geboren wurden, in die USA auswanderten und dort Erfolge von weltweiter Bedeutung erzielten, sowie kurze Informationen über ihre Leistungen sind inzwischen an Bushaltestellen in Sofia, Plowdiw, Weliko Tarnowo und Burgas zu sehen. Sie sind Teil eines weiteren Projekts der talentierten Künstlerin Dr. Petja Iliewa mit dem Titel „Kunst für Diplomatie“. Mit den Mitteln der Kunst bringt sie Kultur auf die Straße, damit sie direkt die Menschen erreicht. Auch der Ort wurde nicht zufällig gewählt: Passanten sollen beim Gehen durch die Straßen oder beim Warten auf öffentliche Verkehrsmittel etwas lernen und ihren Horizont durch Bildung, Kultur oder Wissenschaft erweitern können.
Dr. Petja Iliewa
FOTO Dessislawa Schapkarowa
„Die Geschichten aller fünf sind sehr inspirierend. Sie alle waren Kinder mit besonderen Interessen, die ihre Träume mit viel Arbeit verwirklicht haben“, erzählte Petja Iliewa in einem exklusiven Interview mit Radio Bulgarien. „Gemeinsam ist ihnen, dass sie schon früh ihre Berufe gewählt, eine sehr gute Ausbildung in ihrem jeweiligen Fachgebiet erhalten und mit großer Leidenschaft gearbeitet haben. Wir haben die gesamte Ausstellung, die mit finanzieller Unterstützung der US-Botschaft in Bulgarien realisiert wurde, ‚Bulgarisch-amerikanische Engel‘ genannt, weil es sich um Bulgaren handelt, die in Amerika ihr volles Potenzial entfaltet haben. Sie haben die Grundlagen der Ingenieur- und Raumfahrtwissenschaften geschaffen, ohne die Amerika nicht das wäre, was es heute ist. Alle fünf haben ihr Leben lang die Verbindung zu ihrer Heimat bewahrt und bei jeder sich bietenden Gelegenheit erwähnt, dass sie aus Bulgarien stammen“, sagte Dr. Iliewa.
Petja Iliewa ist der Ansicht, dass die Namen von Assen Jordanow, Peter Petrow, Widen Tabakow, John Atanasoff und Viola Essen wahrscheinlich weder der Mehrheit der Amerikaner noch den jungen Bulgaren von heute bekannt sind. Für Fachleute in den jeweiligen Bereichen sind sie jedoch wichtige Wegbereiter und eine Quelle der Inspiration.
Wer sind sie – die Bulgaren, die Amerika und die Welt verändert haben?
FOTO Petja Iliewa
Assen „Jerry“ Jordanow (02.09.1896, Sofia – 19.10.1967, White Plains, USA)
Vom Himmel über Sofia ins Cockpit Amerikas – der bulgarische Pionier, der zum Aufbau der modernen Luftfahrt beitrug.
Erfinder. Ingenieur. Testpilot. Begründer des Flugzeugbaus in Bulgarien und Entwickler von Betriebshandbüchern für frühe amerikanische Passagierflugzeuge. Assen Jordanow erfand außerdem den Airbag für Autos.
FOTO Petja Iliewa
Viola Essen (Künstlername von Violeta Koltschagowa)
Die Bulgarin mit amerikanischer Staatsbürgerschaft, die mit ihrem Tanz die Herzen Amerikas eroberte – mit Grazie und Freiheit, eingefangen im Rhythmus des neuen Jahrhunderts.
Tochter bulgarischer Emigranten – Tänzerin und Choreografin des berühmten American Ballet Theatre. Eine der Wegbereiterinnen des modernen amerikanischen Balletts. Die bulgarische Liebe von Marlon Brando.
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Peter Petroff (21.10.1919, Brestowiza – 27.02.2003, Huntsville, Alabama, USA)
Von Brestowiza zu den Sternen – der Ingenieur, dessen Ideen zum Beginn des amerikanischen Raumfahrtzeitalters beitrugen.
Peter Petroff arbeitete als Ingenieur bei der NASA und entwickelte die frühe Satellitentelemetrie, die Digitaluhr und die Technologie für drahtlose Herzmonitore.
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Prof. Widen Tabakow (14.12.1919, Dorf Stakewzi – 06.06.2015, Cincinnati, USA)
Ingenieur, Wissenschaftler, Erfinder und Hochschullehrer. Der bulgarisch-amerikanische Wissenschaftler arbeitete am amerikanischen Raumfahrtprogramm „Apollo“.
Vom Dorf Stakewzi zur NASA – Tabakow war ein Pionier bei der Weiterentwicklung des Strahlantriebs und trug damit dazu bei, den Weltraum für die Forschung zu erschließen.
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John Vincent Atanasoff (04.10.1903, Hamilton – 15.06.1995, Frederick, USA)
John Atanasoff, der US-amerikanische Physik- und Mathematikprofessor bulgarischer Herkunft, gilt weithin als „Vater des Computers“.
Atanasoff und sein Student Clifford Berry entwickelten an der Iowa State University den ersten elektronischen Digitalcomputer der Welt und leisteten damit zwischen 1939 und 1942 einen bedeutenden Beitrag zur modernen Wissenschaft.
FOTO Petja Iliewa
Fünf unterschiedliche Schicksale, fünf Geschichten und eine gemeinsame Verbindung – Bulgarien. Mit dem Projekt „Bulgarisch-amerikanische Engel“ weckt Petja Iliewa das Interesse an diesen großen Bulgaren und ihrem Beitrag zum weltweiten Fortschritt.
Gedruckte Tafeln mit ihren Porträts werden auch an weiteren Orten gezeigt und sollen so einen größeren Kreis von Menschen erreichen. „Ich hoffe, dass sie künftig auch in die USA gelangen, damit wir auch dort ein breites Publikum mit diesen Persönlichkeiten bekannt machen können“, sagte Dr. Petja Iliewa abschließend.
Übersetzung und Redaktion: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov